Architekturpädagogik

1. Historische Baukultur am Modell erfahren
2. Ideen für die Zukunft im Modell formulieren (darunter)

Kinder und Jugendliche für Baukultur zu begeistern und sie zum Staunen zu bringen, wie Gebäude statisch aufgebaut sind, wie sie wirken, welchen Geist und welche Funktion sie innehaben, gelingt sehr gut, wenn sie Entwurfs-und Bauprozesse im Modell nachahmen. Der Sinn einer Projektwoche kann die Vermittlung des Themas Mittelalter sein, oder ein Baudenkmal aus der eigenen Stadt zu erfassen. Es passiert aber noch viel mehr: Kinder und Jugendliche begreifen Statik, begreifen Grundriss, Proportion in Maß und Zahl, Raumgliederung, begreifen Fassadengliederungen, Licht-, Raum-und Materialwirkung, Ornamentik und Textur. Im Modellbau wird ein ganzes Zeitalter plastisch. Der nachahmende Bau einer gotischen Kathedrale, einer Burg oder einer romanischen Basilika ist anspruchsvoll aber beeindruckend. Es bilden sich auch im Modell Bauprozesse ab: es gibt kleine Architekten und Baumeister, Steinmetze, Maurer und die Künstler, die verzieren. Die Kinder finden ihre Rollen selbst. Bei maßstabsgetreuem Arbeiten (M 1:50) ergibt sich eine eigene Welt, die beleuchtet, erforscht und bespielt werden kann.  Der Werkstoff Ton eignet sich hervorragend. Er wirkt wie Stein. Und nach einer Zeit kann der Ton wieder aufbereitet werden. Ebenso können phantasievolle Entwurfprozesse Modell – mit Licht und Raumwirkung erprobt werden.  Diese Art von Architekturpädagogik ist praktisch erlebte Kunstgeschichte.  Diese Methode wurde von Viktoria Scholz entwickelt – der Ursprung der Idee liegt in einem Erlebnis mit freien entwurfsaufgabe während ihres Architekturstudiums an der Kunsthochschule Berlin Weissensee.

In der Galerie sehen sie Fotos aus 4 verschiedenen Projektwochen.